Klimaschutzsiedlung Am Wald Mehr-Generationen-Wohnen in bezahlbarem Quartier

Details

Gebäudedaten

62 Mietwohnungen + 1 Gruppenwohnraum
geförderter und freifinanzierter Geschosswohnungsbau
Wettbewerb 2009 – Platzierung: 1. Preis

Leistungen nach HOAI

Leistungsphasen 1 – 8

Standort

Am Wald, Forststraße, Hoxbachstraße in Düsseldorf-Benrath

Bauherr

SWD Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf AG

Energiekonzept

ITG Pitz, Aachen

Freiraumplanung

KLA kiparlandschaftsarchitekten GmbH, Duisburg

Auszeichnungen


NRW Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau 2017

ausgewähltes Projekt des Landesprogramms »100 Klimaschutzsiedlungen in NRW«

Der Entwurf wurde im Rahmen eines von der Stadt Düsseldorf und der SWD AG durchgeführten Gutachterverfahrens im Jahr 2009 als die bestmögliche städtebauliche und architektonische Konzeption für die Realisierung von neuem, senioren- und familienfreundlichen Wohnraum am Projektstandort mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Es umfasst insgesamt 62 geförderte und freifinanzierte Mietwohnungen und eine Wohngruppe im Passivhausstandard.

Das Projekt ermöglicht Mehr-Generationen-Wohnen in einem energetisch hervorragenden, barrierefreien sowie architektonisch ansprechendem und bezahlbaren Quartier für alle Bevölkerungsgruppen.

Es waren hohe Verkehrslärmbelastungen im unmittelbaren Umfeld zu bewältigen, um gute Wohnqualität an diesem Standort zu ermöglichen. Eine „normale“, offene Bebauung war hier nicht möglich. Die Baukörper sind deshalb durch zurückgesetzte, transparente Treppenhäuser verbunden. Diese schirmen den Innenbereich vor störenden Lärmimmissionen ab, vermeiden aber den Eindruck eines geschlossenen Blocks, so, dass ein geschützter Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht. So wird der offenen Bebauung der Umgebung Rechnung getragen und eine Einordnung in den städtebaulichen Kontext gewährleistet.

Durch eine frühzeitige Zusammenarbeit von allen Projektbeteiligten konnten architektonische Gestaltung, Statik, Energiekonzept und TGA optimal aufeinander abgestimmt werden. So konnten wir den gewünschten Passivhausstandard erreichen, ohne Abstriche bei Architektur, Städtebau und Nutzwert hinnehmen zu müssen.

Energiekonzept

Die Gebäude wurden als Passivhäuser errichtet. Sie verfügen pro Haus über ein zentrales Lüftungsgerät, aufgestellt im beheizten Kellergeschoss, mit einer hohen Güte der Wärmerückgewinnung. Die Außenluft wird durch Erdwärmeüberträger vorerwärmt, im Hofbereich angesaugt und unter der Tiefgarage dem jeweiligen Lüftungsgerät im Kellergeschoss zugeführt. Von dort erfolgt die Luftversorgung der einzelnen Wohnungen über Zulufträume (Wohn-, Schlafzimmer), Überströmung (i.d.R. Flure) und Ablufträume (Bad, WC und Küche) zurück zum Lüftungsgerät und als Abluft über das Dach.

Die verbleibende Heizlast und der Trinkwarmwasserbedarf werden über solarthermische Anlagen auf den Flachdächern und jeweils einen Gasbrennwertkessel im ersten und zweiten Bauabschnitt abgedeckt. Die darüber geladenen Pufferspeicher versorgen Heizregister der Lüftungsanlagen und die statischen Heizkörper in den Wohnungen. Das Trinkwarmwasser wird über Frischwasserstationen in den jeweiligen Wohnungen erwärmt.

Kontakt

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